‘leibwund’
anwora | Donnerstag, 27. Mai 2010, 16.39

intensive, lange arbeit und jetzt ist sie fertig:
die neue CD meiner lieben freunde von MLE[e]
(im handel ab 4.6.2010)
die CD-präsentation findet am 31.5.2010 im –>B72 (Wien) statt.
der eintritt ist FREI!
also unbedingt alle kommen und hören, sehen, spüren, ….
weitere live-termine, CD-bestellung, hörproben, das video zu ’simon says’
und einiges mehr sind auf der neu gestalteten homepage zu finden:
–>www.mle-music.com
P.S.: an MLE[e]
es ist einfach schön mit euch zu arbeiten, meine lieben!

ein nachtrag zum 7. mai 2009
“blut am hals der katze” von rainer werner fassbinder im off-theater
schauspielklasse randl/pfeiffer – prayner konservatorium:
# “das mädchen” – stefanie hoffer
# “der liebhaber” – david jakob
# “der polizist” – markus lampl
# “das modell” – sandra pascal
# “die soldatin” – carola pojer
# “die geliebte” – stella reinhold
# “der lehrer” – stefan schacht
mehr fotos der prämiere: ==>


(originalgröße: 50×200 cm)
ein paar fotos der sehr gelungenen, österreichischen erstaufführung
vor 2 wochen im off-theater:
“sieben sekunden” von falk richter
inszenierung: christian pfeiffer
chorregie: julia randl
ensemble (schauspielklasse randl/pfeiffer – prayner konservatorium):
# “first lady” – eva maria schmid
# “die privatsekretärin” – sandra pascal
# “der pilot” – philipp limbach
# “der bodyguard” – markus lampl
das prädikat „unverständlich“ drückt nur einen ersten teil meiner empfindung aus.
was folgt heißt „unbehagen“.
dieses entsteht aus der einerseits notwendigen, andererseits expansiv angenwandten praxis, kategorien zu erstellen. es ist so banal und daher vielleicht so heimtückisch, dass niemand ohne verallgemeinernde begrifflichkeiten auskommt. alleine die notwendigkeit, sich über sachverhalte zu verständigen, bringt es mit sich, ständig mit derartigen schubladen zu hantieren. denfinitionen bringen eine schärfe ein, die dem damit gemeinten inhalt nicht notwendiger weise gerecht werden bzw. nicht gleichermaßen auf diesen anzuwenden sind.
worte meinen etwas, sind es aber nicht!
das problem und damit das unbehagen wird am radikalsten spürbar, wenn jemand mich meint und ich weiß, dass ich das so nicht bin. ich verwechsle mich ohnehin ständig mit mir, aber ich möchte nicht auch noch mit einer definition von mir verwechselt werden. aber es ist dennoch der fall.
man braucht derartige vereinfachungen, sollte aber nicht vergessen, dass diese eine solche sind – sonst tut man dem gemeinten unrecht!
beobachtungen und fragen:
vor zwei wochen habe ich auf einer archäologischen tagung in linz, gelegentlich eines kleinen referats, die beobachtung gemacht, dass einige wissenschafter offensichtlich die grenzen ihres faches, oder vielmehr, das wesen ihres faches nicht verstanden haben:
„es ist traurig, dass wir als fachleute nicht genau sagen können, wann etwas begonnen hat.“ oder
„wann genau sollen wir die grenze zwischen älterer und jüngerer eisenzeit ziehen?“
vor einer woche besuchte ich eine diskussion zum thema „was ist die kunst in der fotografie“ – eine veranstaltung im rahmen des „monats der fotografie“. dass die referenten wussten worüber sie sprechen, war wohltuend. dass die stellungnahmen und damit die diskussion sich hauptsächlich in der lähmenden schubladen-diskussion „was ist kunst?“ verbohrte, hat mich dann bald wieder vertrieben.
die frage:
was um alles in der welt wäre gewonnen, wenn nun eine nicht mehr angezweifelte definition, endlich sowohl irgendwelche anfänge, grenzen oder „kunst“ unverrückbar beschrieben hätte?
und? was nun?
oder etwas ausführlicher:
warum ist das beunruhigend, dass anfänge nicht greifbar sind?
was würde ich über das leben aussagen, wenn ich einen stichtag zwischen älterer und jüngerer eisenzeit festlegen könnte?
was hilft es, eine definition von kunst in händen zu halten, wenn ich vor einem werk stehe?
es ist mir unverständlich!